Aktuell

Gemeinsame Kommunikation von VEDAG, SMSR und OMCT.

Die drei sprachregionalen Dachverbände der Schweizer Ärzteschaft, VEDAG, SMSR und OMCT, führen im Herbst 2019 die gemeinsame Kommunikation fort. Dazu haben sie eine schweizweite Umfrage unter künftigen National- und Ständeräten durchgeführt. Wie stehen die kommenden Entscheidungsträger zu unserem Gesundheitswesen? Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Umfrage-Ergebnisse (PDF, 1.2 MB) .

Und in wenigen Wochen – im Nachgang zu den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober 2019 – geben VEDAG, SMSR und OMCT eine Sondernummer von Politik+Patient heraus. 

 

 

Zweck

Standespolitische Stimme der Deutschschweizer Ärzteschaft.

Der VEDAG vertritt die standespolitischen Interessen der Deutschschweizer Ärztegesellschaften in der Delegiertenversammlung und der Ärztekammer der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH. Als Dachverband der FMH fördert er die Zusammenarbeit unter den kantonalen Ärztegesellschaften in der Deutschschweiz und versteht sich als Brückenbauer zu den Gesellschaften in der lateinischen Schweiz.

Dokumente

Statuten (PDF, 331 KB)

Jahresbericht 2016 (PDF, 220 KB)

Jahresbericht 2017 (PDF, 236 KB)

 

 

Leitbild

Dialog fördern und Zusammenhalt stärken.

Mit der Statutenänderung Ende November 2014 hat sich der Fokus des VEDAG verschoben: Neben der standespolitischen Vertretung in den Gremien der FMH will der VEDAG den Dialog zwischen den einzelnen Sprachregionen fördern. Die Präsidenten der grossen sprachregionalen Ärztevertreter, des VEDAG, der Société Médical Suisse Romande SMSR und Ordine dei Medici Canton Ticino OMCT, tauschen sich regelmässig aus. Ziel dieser Dreier-Präsidentenkonferenz: gemeinsame Anliegen erkennen und so den Zusammenhalt der kantonalen Ärztegesellschaften über die Sprachregionen hinweg stärken.

Der VEDAG gibt das gesundheitspolitische Magazin Politik+Patient heraus. Viele Aufgaben sowie das Engagement in der Qualitätspolitik hat der VEDAG an Partnerorganisationen ausgelagert. Und das ärzteigene Qualitätsmanagementsystem, das Qualitäts-Basis-Modul QBM, ist per 1. Januar 2017 in eine unabhängige Stiftung «QBM-Stiftung für Qualitätsentwicklung in der ambulanten Medizin» überführt worden. Der VEDAG und die Ärztekasse-Genossenschaft sind Stifter.

 

Archiv

Gesundheitspolitik aus Sicht der Schweizer Ärztinnen und Ärzte: Leitsätze und Begründungen (PDF, 283 KB)

Qualitäts-Basismodell (PDF, 87 KB)

Von der Herausforderung, ein Qualitätsmanagement-System zu entwickeln (PDF, 200 KB)

Politik+Patient

Gesundheitspolitik aus Sicht der Ärzteschaft.

Politik+Patient ist die gesundheitspolitische Zeitschrift des Verbands deutschschweizerischer Ärztegesellschaften VEDAG. Hier kommentieren Ärzte aktuelle Themen der öffentlichen Gesundheitsdebatte. Dabei stets im Visier: das Wohl des Patienten. Politik+Patient schaut dort hin, wo politische Entscheide und behördliche Auflagen sichtbar werden: auf das Arzt-Patienten-Verhältnis. Politik+Patient richtet sich gleichermassen an die breite Öffentlichkeit wie an die politischen Entscheidungsträger.
Politik+Patient erscheint viermal jährlich in einer Auflage von rund 60'000 Exemplaren. Verteilt wird Politik+Patient an kantonale und nationale Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Sie ist Beilage der Schweizerischen Ärztezeitung SÄZ.

www.politikundpatient.ch

Geschichte

«Centralverein (1870-1931)»

Seit Ende des 18. Jahrhunderts hatten sich in den Kantonen Ärztegesellschaften gebildet; in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verfügten alle Kantone über kantonale Gesellschaften, die sich in drei überregionalen Ärztegesellschaften zusammengefunden hatten: – Centralverein, gegründet 1870, umfassend Aargau, beide Appenzell, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Glarus, Graubünden, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau, Uri/Schwyz/Unterwalden (urschweizerischer Ärzteverein), Zürich und Zug; – Société de la Suisse Romande SMSR (gegründet 1867), umfassend Freiburg, Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis; – Società Medica della Svizzera Italiana SMSI mit Tessin.

Interessant an dieser Aufzählung ist, dass die Urkantone gemeinsam auftraten; dies ist nicht als Geringschätzung der eigenen Bedeutung oder Übereinstimmung der Ärzteschaft dieser Kantone in allen Belangen zu interpretieren. Es ist schlichter Ausdruck generellen Desinteresses an schweizerischer Standespolitik und Ausdruck einer Verweigerung gegen alle bundesstaatlichen Interventionen, neben Kostenbewusstsein, das verbietet, Leute für unsinnige Dinge in die Ausserschweiz zu schicken. Interessant ist auch der Umstand, dass der Kanton Neuenburg Mitglied des Centralvereins sowie der SMSR war und damit eine wichtige Brückenfunktion zwischen Deutsch und Welsch ausübte.

Neuenburg war dafür prädestiniert, war es doch erst 1856/57 von den preussischen Souveränitätsansprüchen mit massiver Unterstützung des gesamten Schweizer Volkes freigekommen und mit deutscher und welscher Kultur gleichermassen vertraut. Damit war die Bühne bereitet für ein Schauspiel in mehreren Akten, das erst 1901 mit der Gründung einer schweizerischen Ärztekammer als Vorläuferin der FMH zum Abschluss kam. 1874 kam es auf Initiative des Centralvereins – die Ärztekommission war ein Gremium dieses Vereins und wurde den Delegierten der anderen Landesteile geöffnet – zur Bildung einer Schweizerischen Ärztekommission aus Ausschussmitgliedern der SMSR, des Centralvereins und, seit 1885, auch der SMSI. Die zugewiesenen Aufgaben gehen aus § 1 der Statuten hervor: «In Fragen der öffentlichen Gesundheitspflege und des Medizinalwesens die schweizerischen Ärzte vor den Bundesbehörden, wenn nötig auch vor den kantonalen Behörden oder in der Presse vertreten, für Ausführung der von den vereinen erhaltenen Aufträge zu sorgen und die Hülfskasse für Schweizer Ärzte zu verwalten.»

Die Ärztekommission war also eine vorwiegend nach dem Tagsatzungsprinzip auf Mandat der kantonalen und regionalen Ärztegesellschaften funktionierendes Gremium, das hauptsächlich dem Schutz der Ärzteschaft verpflichtet war – eine Funktion, die auch heute noch bei Umfragen unter den Mitgliedern immer noch einsam oben ausschwingt.

Quellen

100 Jahre FMH. Schweizerische Ärztezeitung/ Bulletin des médecins suisses, 19.12.2001 / 2001;82(5152):2659–2665; 2666-2673 https://doi.org/10.4414/saez.2001.08646;https://doi.org/10.4414/saez.2001.08650 (S. 2661/p. 2668: Centralverein, SMSR, SMSI)

Die Versammlungen des Schweizerischen ärztlichen Centralvereins 1870-1885 : von der Gründung in Olten zum ersten gesamtschweizerischen Ärztetag in Bern (Diss. med. dent. Basel, 2013 - Leitung U. Boschung); 2013 Universität Bern, Institut für Medizingeschichte

 

« VEDAG (1931-heute) »

Die Wurzeln des VEDAG gehen auf den 1870 gegründeten Ärztlichen Centralverein zurück, der nebst den 17 kantonalen Ärztegesellschaften der Deutschschweiz auch den Kanton Neuenburg umfasste. Unter der Ägide des Ärztlichen Centralvereins (ab 1931 VEDAG genannt) begann ab 1874 ein langwieriger Prozess, der unter Zusammenschluss mit dem SMSR (Société Médicale de la Suisse Romande) am 15. Dezember 1901 zur Gründung der heutigen FMH geführt hat. Das historisch und kulturell bedingte Spannungsfeld Romandie– Deutschschweiz hat die Geschichte der Ärzteschaft bis auf den heutigen Tag geprägt.

Quelle

Christoph Ramstein: VEDAG: Historischer Dachverband mit gesundheitspolitischem Weitblick / Le VEDAG: une faîtière riche d’histoire et clairvoyante en matière de santé publique. Schweizerische Ärztezeitung/ Bulletin des médecins suisses, 23.4.2018 / 2008;89(17):744: https://doi.org/10.4414/saez.2008.13460https://bullmed.ch/article/doi/saez.2008.13460/

Kontakt

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